Mittwoch, 20. Mai 2026

Eisenbahntheater über die Stahlindustrie - Transformationen

Gerne veröffentliche ich hier die Pressemitteilung dieser Theater-Company, auch mit Blick auf Magdeburg. Zum dritten Mal gastiert diese zugfahrende Truppe mit Blick auf Transformationen in der Industriegesellschaft im Magdeburger Wissenschaftshafen.



"HÜTTENWERK - Eisenbahntheater über die Stahlindustrie/ Aufführungen mit dem Ozeanblauen Zug Ende Mai in Magdeburg

Das Letzte Kleinod realisiert im Frühjahr 2026 ein Eisenbahntheater über die Stahlindustrie. Das dokumentarische Theaterprojekt HÜTTENWERK erzählt von der Entwicklung der Stahlindustrie in Ost und West. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die in der Stahlindustrie gearbeitet haben. Einige Interviews wurden in Salzgitter, weitere in Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder) geführt, die Vorstellung basiert auf diesen Erzählungen. HÜTTENWERK wird vom 29. bis 31. Mai 2026 in Magdeburg aufgeführt. Bereits zum vierten Male gastiert der Ozeanblaue Zug des Theaters in Magdeburg, diesmal wieder im Wissenschaftshafen.

Das Erz kam per Eisenbahn aus der kasachischen Steppe, die Kohle aus Polen. Auf den Kränen, Lokomotiven und am Hochofen arbeiteten oft Frauen, die für die Stahlindustrie der DDR unentbehrlich waren. Von Eisenhüttenstadt ging der Stahl in die Fabriken und Häfen des Westens, um gegen Devisen verkauft zu werden.

Im Frühjahr 2026 fährt der theatereigene Zug mit sechsachsigen Flachwagen durch Deutschland, beladen mit tonnenschweren Brammen, Stahlträgern und Coils. Auf und in den Waggons gibt das Eisenbahntheater HÜTTENWERK Einblick in die damalige Vorzeigeindustrie der DDR und die Verbindungen zum Westen. Die Geschichten werden mit Schauspielenden in einer Szenerie aus Stahl gespielt, die auf Eisenbahnwagen zu den Aufführungsorten fahren. Auf Drehgestellflachwagen werden Coils (Rollen von gewalzten Blechen) und Brammen (Stahlblöcke für die Weiterverarbeitung zu Blechen) angeordnet und mit Licht und Schauspiel in Szene gesetzt. Der Stahl wird von mehreren Stahlwerken zur Verfügung gestellt.

Bereits Anfang April 2026 begannen erste Proben in Salzgitter und Eisenhüttenstadt. Darstellende erhielten einen Einblick am Hochofen, in der Stranggussanlage, bei Kran- und Lokführern und an den Bändern. Ab Mai 2026 reist der Ozeanblaue Zug mit der Vorstellung HÜTTENWERK nach Frankfurt (Oder), Magdeburg, Gräfenhainichen, Salzgitter, Duisburg und Brake.

Das Theaterprojekt wird an Industriestandorten gespielt, an denen Stahl produziert oder umgeschlagen wird, die Vorstellung wird im weltweit einzigartigen Theaterzug auf Gütergleisen gespielt. Das Publikum erlebt die Vorstellung als Stationentheater an und in verschiedenen Waggons.

HÜTTENWERK

Eisenbahntheater über die Stahlindustrie Wissenschaftshafen, Niels-Bohr-Straße 51, 39106 Magdeburg

Freitag, 29.05.2026 um 19:00 Uhr

Samstag, 30.05.2026 um 19:00 Uhr

Sonntag, 31.05.2026 um 19:00 Uhr

Tickets: www.das-letzte-kleinod.de

Die Vorstellung dauert ca. 90 Minuten, findet unter freiem Himmel statt und ist nicht barrierefrei.

Buch und Regie Jens-Erwin Siemssen

Ensemble Kristina Günther, Lisa Indorf, Sophia Hahn, Anna Pasieka, Jens-Uwe Richter, Oliver Walter, Margarita Wiesner"



Mittwoch, 13. Mai 2026

 Public Hearing mit „WASSERSTANDSMEINUNGEN“

·     Intel-Aktie mit über 100 US-Dollar auf Allzeithoch!
·     Ölpreis auf über 100 US-Dollar je Fass gestiegen!
·     Der Elbpegel nach 2025 auf neuem Allzeittief?

Wasser. Ein emotionales, alltägliches, politisches und zugleich existenzielles Thema – besonders in Magdeburg. Auch wenn Intel Geschichte ist: Fragen nach Veränderung, Bewahrung und Transformation bleiben. Und Wasser ist eines der Themen, das früher oder später wieder auf dem Tisch liegt.

Dieser „Tisch“ wird am Sonntag, dem 2. August 2026, im Rahmen eines Kulturprogrammes „gedeckt“:

„Wasserstandsmeinungen“ – Ein Sonntagsnachmittagsvergnügen

Nicht (nur) fiktional katastrophal, sondern auch positiv konstruktiv!

Einladung an Magdeburg, gemeinsam über Wasser, Wandel und Zukunft ins Gespräch zu kommen.

Mit der Gruppe von Mitstreitern ist es mir ein Anliegen, „Transparenz von unten“ zu unterstutzen: Besser verstehen, besser leben, miteinander ins Gespräch kommen. Mit „Wasserstandsmeinungen“ starten wir ein neues Format, das in Zukunft in unregelmäßiger Folge auch andere Themen aufgreifen wird.

Worum geht es? Im Sommer 2026 planen wir eine offene Sonntagsnachmittagsveranstaltung. Ein Ort zum Zuhören, Mitreden, Mitmachen – draußen, ohne Eintritt, ohne Anmeldung, mit Picknick, Musik und Kunst.

Wir möchten einen Raum schaffen, in dem spontane Gespräche entstehen – auch zwischen Menschen mit gegensätzlichen Ansichten. Wenn Fachleute anwesend sind, können Hintergründe erklärt, Schwellen abgebaut und Widersprüche sichtbar gemacht werden. Kein Eintritt – Keine Anmeldung.

Vorläufige Planung zum Mitmachen (Stand Mai 2026):

Termin: Sonntag, 2. August 2026, 14–16 Uhr – Musik ab 13 Uhr.

Ort: Elbtreppe am Magdeburger Domfelsen, Schleinufer 30.

2022 fand eine ähnliche Veranstaltung am Magdeburger Domfelsen statt.

Vorläufiges Programm:


  • Public Hearing: Hörspiel „Der Elbe-Ebbe-Algorithmus“ (ca. 15 Minuten) – Mithören als Impuls (Link http://www.herbertbeesten.de/Hoerspiel.mp3).
  • Wasserstandsmeinungen zu der Frage: Wie könnten sich die Wasserstände an diesem Ort in 10 bis 20 Jahren entwickeln? Kurzbeiträge von Fachleuten (Prof. Rinke, Gewässerforscher / Paul Dörfler, Biologe / Vertreter der Trinkwasserversorgung und Landwirtschaft sind angefragt) und aus literarischer Perspektive unserer der Stadtschreiberin Anne Hahn. Junge Erwachsene erzählen von einem Brunnenprojekt in Afrika. Keine Podiumsdiskussion, sondern pointierte Thesen (5 bis max. 8 Minuten). Anschließend entwickeln sich vielleicht Gespräche in Kleingruppen. → Mitreden.
  • Musik: Handgemacht oder DJ, vielleicht ein Chor. → Mitsingen.
  • Kunst: Malerinnen und Zeichner arbeiten live am Elbufer an Elbemotiven. → Mitmalen.
  • Picknick / Cake Sharing: Wer möchte, bringt Kaffee und Kuchen mit. → Mitessen.

Finanzielle Unterstützung: Das Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg fördert die Veranstaltung, ebenso die Magdeburger WoBau und Claudia Pambor.

Ansprechpartner: Herbert Karl von Beesten, Tel 0152 2606 11 79 beesten@kulturfrachtschiff.eu

Donnerstag, 31. Juli 2025

# 098 Volksstimme im Juli 2025 mit Intel-Bezug

Hier mein 31. und letzter "Volksstimme"-Monatsschlagzeilen-Spiegel.

Ich werde mit den nächsten Beiträgen # 099 und # 100 diesen Blog mit einer Zusammenfassung und Resümee  abschließen.

Ergänzung am 13.5.2026: Das abschließende Intel-Resümee überlasse ich den Blog-Lesern und -Leserinnen. Ab Mai 2026 taucht dieser Blog wieder auf und wird weitere Beiträge zum Thema "Transformation" bringen. 

  • Leserbrief – Wenig Verständnis - Zu „Straße fertig, nur Intel fehlt noch“
  • Wohnprojekt: Makler sagen Vermarktung ab - Es bestehen Zweifel an erfolgreichem Verkauf.
  • So steht es um Fahlberg-List - Es geht um 3.000 Wohnungen direkt an der Elbe, 1.000 neue Jobs und mit 1 Milliarde Euro um eine der größten Wohninvestitionen in Magdeburg – trotz Intel-Aus.
  • Was wird aus dem alten MWG-Sitz? Die Intel-Pläne liegen auf Eis. Das hat Folgen für die in der Neustadt geplante Schule.
  • Schritt für Schritt vorwärts - David Bartusch traut Magdeburg künftig noch sehr viel mehr zu.
  • Kalenderblatt - 18. Juli 1968 - Digitalisierung: Intel wird von Gordon E. Moore und Robert Noyce als Moore-Noyce Electronics in Kalifornien gegründet.
  • Es geht vorwärts - Ralf Steinmann freut sich über mehr Beachtung Magdeburgs.
  • Milliarden-Projekt in der Börde - Dresdener Unternehmen FMC will im Hightech-Park neben dem Intel-Areal eine Fabrik bauen. Die Finanzierung ist aber noch nicht gesichert. Das Start-up dringt auf staatliche Förderung.
  • Kommentar - Ein Funken Hoffnung
  • Hier ist noch viel möglich - Andreas Smykalla hat den Schritt nach Magdeburg nie bereut.
  • Wie es nach Intel weitergeht - Insider erläutern, warum der angeschlagene Konzern die Chipfabriken in Magdeburg nicht mehr braucht. Die Stadt will den Acker jetzt selbst zurückkaufen – doch das wird teuer.
  • Kommentar: Zurück in die Zukunft
  • Sponsoring vom Intel-Aus nicht berührt
  • Simone Borris und das Intel-Aus - Magdeburgs Oberbürgermeisterin zeigt sich von der Absage des Chip-Produzenten nicht überrascht, aber enttäuscht. Enttäuscht ist sie aber auch vom Land Sachsen-Anhalt.
  • Alt-OB hatte keine große Hoffnung mehr - Lutz Trümper steht für die Entscheidung, um die Investition zu werben.
  • Uni will an Mikrochips festhalten
  • Shows und Sport

Montag, 30. Juni 2025

# 097 Intel update Ende Juni 2025 - Aus der Presse

Die Strömung ist abgerissen.

Der ehemalige Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper berichtete auf einer Veranstaltung im Mai 2025, dass auf allen Ebenen die Intel-Mitarbeiter, mit denen er damals verhandelt hat, nicht mehr bei Intel tätig sind.

Die Magdeburger „Volksstimme“ stellt Anfang Juni 2025 in einer Schlagzeile fest: „Intel: Der Letzte geht von Bord - Mit Christoph Schell verlässt ein weiterer Manager des Magdeburger Projekts den Chipkonzern.“


Nachwehen

Die Nabu gewinnt Klage gegen das Land - Hamster-Beseitigung auf Intel-Gelände ist rechtswidrig, so das Verwaltungsgericht. Das Land prüft eine Berufung, sieht aber deswegen die Ansiedlung nicht gefährdet. (Mitteldeutsche Zeitung)

Management-Chaos bei Intel: Intel krempelt seine Führungsebene um. Chief Strategy Officer Safroadu Yeboah-Amankwah verlässt das Unternehmen zum 30. Juni – ein weiterer Baustein in der umfassenden Neuausrichtung. Die Führung will die Organisation verschlanken und Hierarchien abbauen. Parallel dazu steht ab dem 15. Juli eine neue Entlassungswelle an. Das Ziel: Komplexität reduzieren und den Ingenieuren mehr Freiraum geben. Doch die Frage bleibt, ob diese Maßnahmen ausreichen, um Intel wieder konkurrenzfähig zu machen. (www.Boerse-express.com)

 

Widersprüche

aus finanznachrichten.de 

Intel Aktie: Scherbenhaufen oder Neustart? Der Chipgigant Intel gerät immer tiefer in die Krise. Während die Konkurrenz davonzieht, kämpft das Unternehmen mit einem Führungswechsel, massiven Entlassungen und dem Verlust des wichtigen China-Geschäfts. Kann Intel die Wende noch schaffen – oder ist der einstige Branchenprimus endgültig abgehängt?

Trumps Zickzack-Kurs lähmt die Chipindustrie: Wegen der erratischen Politik des US-Präsidenten werden Investitionen aufgeschoben. Dabei dürstet die Welt nach Halbleitern. Droht die nächste Lieferkrise wie nach der Corona-Pandemie? (Handelsblatt.de)

Zweitgrößter Chipausrüster der Welt sucht in Dresden Kooperationen: „Europa ist führend bei lokaler KI“, sagt der Chef des US-Chipzulieferers Applied Materials vor einem Top-Treffen an der Elbe – wo sich die Milliarden-Investitionen inzwischen häufen. (Handelsblatt.de)

Das Dresdner Start-up will nach rbb-Informationen über vier Milliarden Euro in den Bau eines Halbleiterwerks investieren. Neben Frankfurt sind nach rbb-Informationen auch Leipzig und Magdeburg im Rennen. Zunächst war von Pirna statt Leipzig die Rede gewesen. (rbb.de)

Funken KI-Hoffnung: Große Hoffnung ruht auf dem neuen Intel-Chef Lip-Bu Tan, der den angeschlagenen Chip-Hersteller wieder zurück in die Erfolgsspur führen soll. Laut Bloomberg soll im Rahmen einer Turnaround-Maßnahme eine neue technische Leitung ernannt werden. Mit dem neuen Personal könnte dem Unternehmen das KI-Comeback gelingen. (deraktionaer.de)